Du bist der Überlegung dein:e Hund/Hündin ans Tierheim abzugeben oder hast den Fehler bereits gemacht? Bitte Stop/zurückholen!
Wenn die Liebe zur Last wird: Die Krise erkennen
Niemand entscheidet sich leichtfertig dafür, ein:e Hund/Hündin abzugeben. Die Gründe sind vielfältig und oft tief menschlich.
Kommen dir diese Sorgen bekannt vor?
Verhaltensprobleme (Aggression, Bellen, Zerstörungswut): Der Hund ist nicht mehr kontrollierbar, die Lebensqualität leidet massiv. Das Zusammenleben ist nur noch Stress.
Lebensveränderungen: Ein Baby kommt, ein Jobwechsel erfordert extreme Abwesenheit, eine Trennung verändert die Wohnsituation dramatisch.
Finanzielle oder gesundheitliche Notlagen: Die Kosten für Tierarztbesuche oder die eigene Pflege werden untragbar.
Überforderung: Man dachte, man sei den Herausforderungen gewachsen, aber die Realität sieht anders aus.
Diese Gründe sind real und legitim. Es ist in Ordnung, sich überfordert zu fühlen. Aber die Abgabe ins Tierheim ist in 90% der Fälle nicht die einzige Lösung für diese Probleme.
Das Tierheim: Nur im glauben die letzte Notlösung
Tierheime leisten unglaubliche Arbeit, aber sie sind Auffangstationen für Tiere in größter Not. Sie sind oft am Limit ihrer Kapazitäten. Für ein:e Hund/Hündin, das bereits emotional an dich gebunden ist, bedeutet die Abgabe:
Massiver Stress und Trauma: Der Verlust der Bezugsperson, die laute Umgebung, der Geruch fremder Tiere – all das kann Verhaltensprobleme drastisch verschlimmern.
Ungewisse Zukunft: Obwohl Tierheime vermitteln möchten, ist die Vermittlungschance für ältere Hunde oder andere Tiere mit komplexen Verhaltensmustern geringer.
Keine individuelle Betreuung: Die Mitarbeiter können in der Regel keine tiefgreifenden Verhaltensanalysen oder individuelles Training leisten wie ich.
Die Abgabe ist ein Versprechen, das gebrochen wird. Und genau deshalb müssen wir alles versuchen, um es gar nicht erst so weit kommen zu lassen.
Doch lieber für mich entschieden?!
Liebe Grüße, Nik