Waus vor Hitze schützen: So kommen Waus sicher durch heiße Tage

Wenn die Temperaturen steigen, freuen sich viele Menschen über Sonne und Sommer. Für Waus kann große Hitze jedoch schnell zur Belastung werden. Anders als Menschen können sie ihre Körpertemperatur nur eingeschränkt regulieren – hauptsächlich durch Hecheln und in geringem Maße über ihre Pfoten. Deshalb ist es wichtig, an heißen Tagen besondere Vorsicht walten zu lassen.

Ausreichend frisches Wasser bereitstellen

Hunde sollten jederzeit Zugang zu frischem, kühlem Wasser haben. Besonders unterwegs empfiehlt es sich, eine Trinkflasche oder einen faltbaren Wassernapf mitzunehmen. Regelmäßiges Trinken hilft, den Flüssigkeitshaushalt aufrechtzuerhalten.

Spaziergänge in die kühlen Stunden verlegen

Die besten Zeiten für Gassirunden sind früh am Morgen oder am späten Abend. In der Mittagshitze können hohe Temperaturen den Kreislauf stark belasten. Außerdem heizen sich Asphalt und Pflastersteine schnell auf und können die empfindlichen Pfoten verbrennen.

Tipp: Lege deinen Handrücken für etwa sieben Sekunden auf den Boden. Ist das unangenehm heiß, ist der Untergrund auch für deine Hündin oder deinen Hund zu heiß.

Schatten und Ruhepausen ermöglichen

Bei warmem Wetter sollten Hunde möglichst im Schatten ruhen können. Anstrengende Aktivitäten wie lange Wanderungen, intensives Ballspielen oder Radfahren sollten an heißen Tagen vermieden werden. Kurze Spielphasen mit ausreichend Pausen sind deutlich schonender.

Niemals den Hund im Auto lassen

Schon nach wenigen Minuten kann sich ein geparktes Auto auf lebensgefährliche Temperaturen aufheizen – selbst wenn die Fenster leicht geöffnet sind oder das Fahrzeug im Schatten steht. Hunde sollten daher niemals unbeaufsichtigt im Auto zurückgelassen werden.

Für angenehme Abkühlung sorgen

Eine Kühlmatte, ein flaches Planschbecken oder ein feuchtes Handtuch können an heißen Tagen für Erleichterung sorgen. Wichtig ist, den Hund langsam abzukühlen. Eiskaltes Wasser oder ein plötzlicher Temperaturschock sollten vermieden werden.

Auf die Ernährung achten

Viele Waus fressen bei großer Hitze weniger. Das ist meist normal. Kleinere Mahlzeiten am Morgen oder Abend werden oft besser vertragen. Leichte Snacks wie hundegeeignete, gekühlte Leckerlis können zusätzlich für Erfrischung sorgen.

Besonders gefährdete Hunde

Einige Waus reagieren empfindlicher auf hohe Temperaturen als andere. Dazu gehören:

• Welpen und Senioren

• Übergewichtige Waus

• Hunde mit Herz- oder Atemwegserkrankungen

• Kurznasige Rassen wie Mops, Französische Bulldogge oder Boxer

• Waus mit dichtem oder sehr dunklem Fell

Diese Waus benötigen besonders viel Aufmerksamkeit und sollten vor Überhitzung geschützt werden.

Warnzeichen eines Hitzschlags

Ein Hitzschlag ist ein medizinischer Notfall. Achte auf folgende Symptome:

• Starkes oder anhaltendes Hecheln

• Teilnahmslosigkeit oder Schwäche

• Taumeln oder Gleichgewichtsstörungen

• Erbrechen oder Durchfall

• Tiefrote oder blasse Schleimhäute

• Bewusstlosigkeit

Zeigt ein Hund diese Anzeichen, sollte er sofort an einen kühlen Ort gebracht, vorsichtig mit lauwarmem Wasser gekühlt und umgehend tierärztlich versorgt werden.

Fazit

Mit etwas Vorbereitung lassen sich heiße Sommertage für Waus sicher und angenehm gestalten. Frisches Wasser, schattige Ruheplätze, Spaziergänge zu den kühleren Tageszeiten und der Verzicht auf anstrengende Aktivitäten helfen dabei, Überhitzung zu vermeiden. Wer die Warnsignale seines Waus kennt und rechtzeitig handelt, sorgt dafür, dass der Sommer für Mensch und Tier gleichermaßen entspannt bleibt.